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Die tickende Zeitbombe

„Die Pensionen sind gesichert." Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) kämpft in der Öffentlichkeit gegen Panikmache beim Pensionssystem. „Ich kann mit ruhigem Gewissen den 20-Jährigen sagen, ihr bekommt eine Pension“, versicherte er erst vor wenigen Wochen. Was er vermied: Etwas zur konkreten Höhe dieser Pensionen zu sagen!

Die Experten außerhalb politischer Funktionen sind da schon um vieles deutlicher:

 „Alle Prognosen sagen, dass der Pensionsaufwand nicht zu bewältigen ist. In 20 bis 30 Jahren werden wir 25 bis 30 Prozent weniger Pension bekommen. Das wird nicht offen kommuniziert, aber es ist die Konsequenz dessen, was gesetzlich festgelegt ist“, analysiert der Ökonom Ulrich Schuh vom Institut für Höhere Studien (IHS) im ORF.at-Interview.

Doch schon die jetzt in Pension gehenden Frauen und Männer bekommen viel weniger Pension, als jene, welche schon vor einigen Jahren (vor den großen Reformen) in Pension gingen.  Die Valida Consulting untersuchte, wie sich die vielen Änderungen im gesetzlichen Pensionsrecht im Zeitraum von 1985 bis 2010 tatsächlich konkret auf die Pensionshöhe von Einzelpersonen auswirken. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Abhängig vom konkreten Versicherungsverlauf und vom Pensionsstichtag beträgt die Ausgangspension heute nur mehr etwa 70 % im Vergleich zur Pension die man gehabt hätte, wenn heute noch das Pensionsrecht von 1985 gelten würde.

Die Zukunft des Umlagesystems erscheint düster: Die allgemeine Ersatzrate - das Verhältnis zwischen dem Durchschnittslohn und der Durchschnittspension - wird laut Mayrhuber vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) gegenüber ORF.at. auf 31 Prozent im Jahr 2050 sinken.

Lesen Sie mehr über die demographischen Probleme und deren Folge hier!

 

Deutlich macht das Problem auch folgendes Video!

Bildnachweis: iStockphoto