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Die Problematik des UmlagesystemsDas österreichische (staatliche) Pensionssystem funktioniert nach dem sogenannten „Umlagesystem“. Das bedeutet, dass die Beiträge der heute Aktiven „umgelegt“ werden und sofort als Pensionen an die heutigen Pensionisten ausbezahlt werden. Das System basiert also darauf, dass immer so viel einbezahlt wird, als herausgenommen wird. Geht sich das nicht aus, weil beispielsweise durch Gesetze höhere/mehr Pensionen zugesichert sind, muss ein Dritter (in unserem System „der Staat“ – also im Endeffekt wieder der Steuerzahler) zuschießen. Als das System eingeführt wurde, kamen auf einen Pensionisten, der durchschnittlich 9 Jahre Pension erlebte, 4 Beitragszahler, welche durchschnittlich 44 Jahre arbeiteten (einzahlten). Die Grafik zeigt, wie sich die Zeiten änderten!
Heute müssen 2 Aktive für 1,7 Pensionisten 20 Jahre lang die Rente finanzieren. Ein Blick in die Zukunft, der deshalb leicht fällt, da alle handelnden Personen schon leben oder erst gar nicht geboren wurden: In wenigen Jahren wird ein Aktiver einem Pensionisten 25 – 28 Jahr lang die Pension finanzieren müssen. Einige Zitate zur Sicherheit des Systems:„Die Pensionen sind gesichert." Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) kämpft in der Öffentlichkeit gegen Panikmache beim Pensionssystem. „Ich kann mit ruhigem Gewissen den 20-Jährigen sagen, ihr bekommt eine Pension“, versicherte er erst vor wenigen Wochen. Was er vermied: Etwas zur konkreten Höhe dieser Pensionen zu sagen! Die Experten außerhalb politischer Funktionen sind da schon um vieles deutlicher: „Alle Prognosen sagen, dass der Pensionsaufwand nicht zu bewältigen ist. In 20 bis 30 Jahren werden wir 25 bis 30 Prozent weniger Pension bekommen. Das wird nicht offen kommuniziert, aber es ist die Konsequenz dessen, was gesetzlich festgelegt ist“, analysiert der Ökonom Ulrich Schuh vom Institut für Höhere Studien (IHS) im ORF.at-Interview. Die Zukunft des Umlagesystems erscheint düster: Die allgemeine Ersatzrate - das Verhältnis zwischen dem Durchschnittslohn und der Durchschnittspension - wird laut Mayrhuber vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) gegenüber ORF.at. auf 31 Prozent im Jahr 2050 sinken.
Eine ausführliche Darstellung dieses Themas finden Sie hier!
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Bildnachweis: iStockphoto |